Jesus sagt:

Habt keine Angst!

   Glaubt an Gott und glaubt an mich!

 

Dieser Vers aus dem Johannesevangelium ist ein starker Trostspruch von Jesus an seine engsten Vertrauten, nachdem er sie vorher darauf hinwies, dass ihn einer von ihnen verraten und ein anderer, nämlich Petrus, ihn verleugnen wird. Betroffenheit  und Unsicherheit machen sich breit. Sie sind erschrocken und entsetzt. Jesus weiß darum und tröstet sie mit obigem Spruch.

 

Auch wir erschrecken, wenn uns Umstände unversehens treffen, die uns bedrohlich erscheinen. Bei manchem ist es die Kündigung des Arbeitsplatzes, eine schlimme Diagnose oder ein Unglück, das persönlich hart trifft.

Euer Herz erschrecke nicht, lasse sich nicht ängstigen, werde nicht durcheinander gebracht! Das gilt auch im Blick auf das, was Jesus selbst in der Passion unmittelbar bevorsteht und auch seinen Freunden Äußerstes zumuten und abverlangen wird. Jesus weiß, wovon er redet, war er doch selbst zutiefst erschüttert angesichts seines bevorstehenden, mit schrecklichen Qualen verbundenen Sterbens. Er weiß aus eigenem Erleben, dass in dieser Situation Trost nötig ist. Aber wer sollte angemessen trösten können, auch über den Tod hinaus? Das kann nur Gott! Der Glaube an Gott gibt Halt, wenn alles andere haltlos wird.

 

Ein Aufseher im KZ Flossenbürg, der die letzten Minuten vor der Hinrichtung von Mitgliedern des Widerstands gegen Hitler miterlebte, schreibt in seinem Tagebuch, dass er Pfarrer Dietrich Bonhoeffer in seiner Zelle kniend im Gebet vorfand. Auch unmittelbar bevor dieser den Galgen besteigen musste, betete er noch einmal kurz. Er strahlte außergewöhnliche Gelassenheit aus und schien in diesen letzten Augenblicken seines Lebens von tiefem Frieden erfüllt. Keine Spur von Bestürzung und Schrecken oder Hass angesichts des Todes. Woher nur bekam er diesen Trost? 

 

Jesus fordert seine Freunde zum Glauben an Gott und an ihn selbst auf. Die Jünger kannten Jesus. Sie hatten sehr viele Zeichen und Wunder durch ihn erlebt. Wenn Jesus sagt: „Glaubt an Gott und glaubt an mich“, so lässt das keinen anderen Schluss zu, als dass er selbst Gott ist. Petrus brachte das auf den Punkt, als er gegenüber Jesus bezeugte: „Du bist der Christus (d.h. Erlöser), der Sohn des lebendigen Gottes“ (Matthäus 16,16)

 

Worauf baust du dein Lebensgebäude? Hält der Untergrund auch dann noch, wenn das Fundament deines Lebens ins Schwanken geraten sollte? Wir wissen alle nicht, was uns das Jahr 2010 persönlich, als Nation oder als Bewohner dieser Erde bringen wird. Aber wir müssen damit rechnen, dass es zu Erschütterungen kommt. Jesus ist es ein starkes Anliegen, darauf vorbereitet und gewappnet zu sein. Wir brauchen einen Halt, der wirklich hält. Den kann uns niemand in der Welt bieten, auch keine Versicherung. Es kann sein, dass wir fallen werden, aber wir dürfen schon vorher wissen, dass Gott uns auffängt, wenn wir an ihn glauben und mit ihm rechnen. Die Liedermacher Jörg Swoboda und Theo Lehmann bringen es in ihrem Lied „Wer Gott folgt riskiert seine Träume“ auf den Punkt, wenn sie schreiben:

 

Auch mit Gott gerät man in Krisen, Probleme, die unfassbar sind.
Trotz aller Zweifel seid dennoch gewiss:
Er schläft nicht und sorgt für sein Kind.

Vertraut auf den Herrn für immer; denn er ist der ewige Fels.

 

Erschrecken und Angst gehören zu unserem Leben. Der Glaube an Gott und seinen Sohn Jesus Christus ist es, der allein festen Halt gibt und sogar über den Tod hinaus ins ewige Leben rettet.

 

Glaubst Du das?

Landeskirchliche Gemeinschaft

Limbach-Oberfrohna